Vereinsförderung

Allgemeines

Die soziale Eingliederung Straffälliger verlangt die Mitwirkung von Bürgern in Vereinen. Die Integration und Resozialisierung Straffälliger mit dem Ziel, zukünftig ein straffreies Leben in der bürgerlichen Gemeinschaft zu führen und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, sind gemeinsame Aufgaben staatlicher und gesellschaftlicher Kräfte.

Neben dem staatlichen Sozialen Dienst der Justiz verfügt Sachsen-Anhalt über zahlreiche Vereine der freien Straffälligenhilfe, die vom Land Sachsen-Anhalt für ihre Projektarbeit gefördert werden. Dieses duale System von staatlicher und privater Straffälligenhilfe hat sich in den vergangenen Jahren bewährt und zu einem unverzichtbaren Instrument der Integration und Resozialisierung von straffällig gewordenen Menschen entwickelt.

Das Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt hält seit Jahren Haushaltsmittel für die finanzielle Unterstützung von Projekten der freien Straffälligenvereine vor.

Zu den aus Landesmitteln geförderten Arbeitsfeldern der freien Straffälligenhilfe zählen:

Anträge auf die Gewährung von Landeszuwendungen sind vor Maßnahmebeginn spätestens bis zum 31. Oktober eines jeden Jahres beim Ministerium der Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt als Bewilligungsbehörde einzureichen.

Einsatz von Mitteln des Europäischen Strukturfonds (ESF)

Daneben erfolgt die Förderung der Arbeit der freien Träger in den obigen Arbeitsfeldern auch aus Mitteln des Europäischen Strukturfonds (ESF) im Rahmen der Förderperiode 2014 bis 2020. Über diesen Link erfahren Sie hierzu mehr.

Hierbei stehen die Verbesserung der Arbeitsmarktchancen und die Integration benachteiligter Personen im Vordergrund des Maßnahmespektrums. Die Projektangebote der freien Träger der Straffälligenhilfe tragen wesentlich zu einem Ausgleich von Benachteiligungen bei und sind geeignet, Einzelnen eine neue Perspektive hinsichtlich der Integration in den Arbeitsmarkt zu geben.

Diese Fördermaßnahmen laufen bereits seit dem 01. Juli 2015 und enden voraussichtlich am 30. Juni 2022. Das Antrags- und Bewilligungsverfahren ist bereits abgeschlossen. Förderanträge können nicht mehr gestellt werden.

Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) nach Jugendstrafrecht im Rahmen der EU-Förderperiode 2014 bis 2020

Die Regierungsfraktionen haben sich in dem für die Wahlperiode 2016 bis 2021 geschlossenen Koalitionsvertrag darauf verständigt, dass die Finanzierung des TOA im Jugendstrafrecht aus dem Justizhaushalt sichergestellt wird.

Zur Umsetzung beabsichtigt das Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt ab dem 1. Juli 2017 Maßnahmen zur Durchführung des TOA nach Jugendstrafrecht in der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 finanziell zu unterstützen. Die Förderungen setzen sich aus 80 % EU-Mittel und 20 % nationale Kofinanzierungsmittel zusammen. Reine Landeszuwendungen werden für den TOA nach Jugendstrafrecht ausdrücklich nicht gewährt.

Interessierte freie Träger der Straffälligenhilfe können sich mit einer Projektkonzeption bis zum 30. Mai 2017 beim

Ministerium für Justiz und Gleichstellung
des Landes Sachsen-Anhalt
Referat 406
Domplatz 2 – 4
39104 Magdeburg

um eine mögliche Förderung aus Mitteln im Rahmen der EU-Förderperiode 2014 – 2020 bemühen.

Nähere Informationen zum Projektauswahlverfahren, zu den Projektinhalten und zu den Fördervoraussetzungen erfahren Sie über diesen Link.