web.sta

Automationsunterstützung im Geschäftsbetrieb der Staatsanwaltschaften

Das Fachverfahren web.sta unterstützt die Arbeit in den Staatsanwaltschaften mit moderner Informationstechnik. Es deckt funktional die gesamten Geschäftsabläufe im staatsanwaltschaftlichen Verfahren ab angefangen bei der Registrierung, Anlage und Verwaltung der Akten bis hin zur Schriftguterstellung. Web.sta umfasst auch spezifische Module zur Arbeitserleichterung der Staatsanwältinnen und Staatsanwälte (zum Beispiel Sitzungseinteilung, Abwesenheit und Eildienst, Berichtskontrolle).

Mit web.sta steht ein vollständiges Informationssystem zur Verfügung, das nicht nur über den Stand des Ermittlungsverfahrens, sondern auch über die gerichtliche Terminierung und über den Stand der Vollstreckung Auskunft gibt. Darüber hinaus unterstützt das Fachverfahren die Bediensteten bei der Erstellung der Registermitteilungen sowie bei der Vollstreckung der Geld- und Freiheitsstrafen.

Mit web.sta werden auch die Wirtschaftsstrafsachen und sonstigen umfangreichen Strafverfahren bearbeitet. Die Auswertung der Wirtschafts- und Buchhaltungsdaten erfolgt automationsunterstützt.

Des Weiteren bietet web.sta die Möglichkeit, Auskünfte aus dem Bundeszentralregister (BZR), dem Fahreignungsregister (FAER) und dem Europäischen Strafregisterinformationssystem (ECRIS) elektronisch anzufordern. Auskünfte stehen somit kurzfristig zur Verfügung; das beschleunigt die Strafverfahren.

Das Fachverfahren web.sta ist zugleich die organisatorische und technische Grundlage für das Zentrale Staatsanwaltschaftliche Verfahrensregister (ZStV). Das ZStV ist ein überregionaler Datenverbund für alle bei den Staatsanwaltschaften des Bundesgebiets anhängigen Ermittlungs- und Strafverfahren. Entscheidungen können auf der Grundlage umfassender Erkenntnisse aus allen Ermittlungs- und Strafverfahren getroffen werden, zum Beispiel bei der Bekämpfung rechtsextremistischer und ausländerfeindlicher Gewalttaten.

Die als bundesweites Informationssystem organisierten Datensammlungen (BZR und ZStV) werden zur Optimierung von Strafverfolgung und Strafvollstreckung mit den Strafregistern auf internationaler Ebene vernetzt.

Das Fachverfahren web.sta wird in einem Verbund von neun Bundesländern entwickelt (Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt).