Gerichtsvollzieher

Wichtiger Hinweis

Wichtig!
Wichtig!

Bitte beachten Sie:

Ausbildungsmöglichkeiten ergeben sich gegenwärtig nur für Bewerber, die bereits Bedienstete des Landes Sachsen-Anhalt sind.

Aufgaben

Die Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher sind für einen Großteil der Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, also der zwangsweisen Durchsetzung gerichtlicher Urteile und Beschlüsse zuständig.

Ihr Tätigkeitsfeld umfasst neben der Vollstreckung in bewegliches Vermögen (Möbel, Kraftfahrzeuge und Schmuck) zum Beispiel auch die zwangsweise Räumung von Wohnungen und Grundstücken sowie die Abnahme der eidesstattlichen Versicherung.

Die Laufbahn des Gerichtsvollziehers ist eine Sonderlaufbahn des mittleren Justizdienstes, die eine zusätzliche Ausbildung erfordert.

Ausbildung

Zulassung zur Ausbildung:

a) Zur Ausbildung kann zugelassen werden, wer die Prüfung für den mittleren Justizdienst bestanden und die Probezeit im mittleren Justizdienst erfolgreich absolviert hat.

b) Soweit keine geeigneten Laufbahnbewerberinnen und Laufbahnbewerber des mittleren Justizdienstes zur Verfügung stehen und ein besonderes dienstliches Interesse (besondere Bedarfslage) an einer Gewinnung für den Gerichtsvollzieherdienst besteht, können auch zugelassen werden:

  • Bewährungsbewerberinnen und Bewährungsbewerber des mittleren Justizdienstes und
  • Beamtinnen und Beamte des mittleren Dienstes anderer Verwaltungen.
  • Daneben können auch Angestellte der Justizverwaltung oder anderer Landesverwaltungen im Wege einer Qualifizierungsmaßnahme an der Ausbildung für den Gerichtsvollzieherdienst teilnehmen.

Voraussetzung für die Zulassung sind in diesem Fall unter anderem eine mehrjährige Bewährung im Beruf und der erfolgreiche Abschluss einer vorbereitenden Ausbildung.

Die vorbereitende Ausbildung für andere Bewerber dauert sechs Monate und beginnt am 15. April.
Sie gliedert sich in einen viermonatigen fachtheoretischen Ausbildungsabschnitt an der Bayerischen Justizschule Pegnitz und jeweils einen fachpraktischen - in Sachsen-Anhalt stattfindenden - Ausbildungsabschnitt zu Beginn der Ausbildung (zwei Wochen) und zum Ende der Ausbildung (sechs Wochen).

Die Ausbildung für den Gerichtsvollzieherdienst dauert achtzehn Monate, beginnt regelmäßig am 15. Oktober und umfasst

  1. die praktische Ausbildung von mindestens neun Monaten sowie
  2. die fachtheoretische Ausbildung von mindestens sechs Monaten.

Die praktische und die fachtheoretische Ausbildung gliedern sich in folgende Abschnitte:

  1. Einführende Ausbildung bei einer Gerichtsvollzieherin oder einem Gerichtsvollzieher,
  2. Fachtheoretischer Lehrgang A,
  3. Praktische Ausbildung I,
  4. Fachtheoretischer Lehrgang B,
  5. Praktische Ausbildung II und
  6. Fachtheoretischer Lehrgang C (Schlusslehrgang).

Das Nähere regelt ein Rahmenstoffplan.

Die praktische Ausbildung wird in Sachsen-Anhalt durchgeführt. Die theoretische Ausbildung findet gemeinsam mit den Gerichtsvollzieherbewerberinnen und -bewerbern der Freistaaten Bayern, Sachsen und Thüringen in der Bayerischen Justizschule Pegnitz statt.

Bewerbung

Anfragen und Bewerbungen richten Sie bitte an:

Herrn Präsidenten des Oberlandesgerichts Naumburg.

Über diesen Link gelangen  Sie zur Ausbildungs- und Prüfungsverordnung.

Den Text der AV über die Qualifizierungsmaßnahmen für Angestellte zur Erlangung der Befähigung für den Gerichtsvollzieherdienst finden Sie über diesen Link.

Weitere Informationen

Informationen zum Gerichtsvollzieherwesen und einen Zwangsvollstreckungsauftrag finden Sie hier